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Feedhorn

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Das Feedhorn ist eine horn- oder trichterförmige, meist mit einer Kunstoffschutzkappe versehener Vorderteil eines LNBs (Low Noise Block), der im Brennpunkt einer Parabolantenne platziert ist. Es hat die Aufgabe, die von der Schüssel reflektierten Signale einzufangen und diese gegen etwaige Fremdeinstrahlung von anderen Quellen abzuschirmen. Danach werden die Signale an die eigentliche Antennen- und Verstärkerelektronik innerhalb des LNBs weitergeleitet. Dieser Vorgang wird als „feed“ bezeichnet (engl. „to feed“ = füttern, zuführen).

Feedhorn Durchmesser beachten

Der LNB-Halter nimmt das LNB am Feedhorn auf, so dass ein fester Sitz des LNB gewährleistet ist. Bei den heute üblichen LNBs hat sich ein Durchmesser am Feedhorn von 40 mm als Standard durchgesetzt. Daher ist ein LNB Tausch in den meisten Fällen ohne Probleme möglich.
Bei diversen LNBs kann es allerdings vorkommen, dass der Durchmesser von der gängigen 40 mm Regel abweicht und das Feedhorn (im Sprachgebrauch auch Feed Durchmesser) anders ausfällt. Häufig sind Feedhorn Durchmesser von 23 mm, die mit einem entsprechenden Adapter ausgestattet werden können, um die LNB Halterung weiter verwenden zu können. Hier einige Beispiele für solche Adapter:

Feedhorn Distanzring (Adapter von 23 mm-LNB auf 40 mm-Halter)

Feedhorn Distanzring (Adapter von 40 mm-LNB auf 60 mm-Halter)

Ein LNB ist die erste Baugruppe einer Satellitenempfangsanlage, die sich im Brennpunkt einer Parabolantenne befindet. Sie hat die Aufgabe, die von der Antenne aufgefangenen Signale möglichst rauscharm umzusetzen. Gleichzeitig werden die aufgefangen Signale verstärkt und sie setzt deren Frequenz (ca. 10,7 – 12,75 GHz) auf die sogenannte Zwischenfrequenz (ZF) etwa um den Faktor 10 herab (ca. 950 – 2.150 MHz). Nur so ist es möglich, die empfangenen Signale problemlos mittels eines normalen Koaxialkabels an den Satelliten-Receiver verlustarm weiterzuleiten. Seit der Abschaltung der analogen TV Signale sind heute die meisten Transponder ab 10,7 GHz aufwärts mit digitalen TVSignalen belegt.

Die Stromversorgung eines LNBs erfolgt über das Antennenkabel mittels Fernspeisung (auch Phantomspeisung genannt). Das seit Anfang der 1990er Jahre etablierte Verfahren, hat sich seit dem als allgemein gebräuchlicher Standard durchgesetzt und wird als Marconi-Standard bezeichnet. Durch die Höhe der Versorgungsspannung (14 V vertikal, 18 V horizontal) wird auch eine Auswahl der Polarisationsebene (Ebene der elektrischen Feldstärke) ermöglicht. Durch eine Überlagerung mit einer Schaltfrequenz von 22 kHz, kann ein sogenanntes Universal-LNB (10,7 – 12,75 GHz) zusätzlich das obere Signalband von 11,7 GHz auswählen, das für den Empfang des digitalen High-Band benötigt wird.

Bis Ende der 1990er Jahre waren allgemein LNBs üblich, die für das heute bezeichnete Low-Band (10,7 – 11,7 GHz) ausgelegt waren. Seit der Einführung der digitalen Technik verwenden die Satellitenbetreiber zusätzlich das sogenannte High-Band (11,7 – 12,75 GHz). Die LNBs, die beide Frequenzbereiche umsetzen können, werden seit dem als Universal-LNBs bezeichnet. LNBs die nur das Low-Band empfangen können, werden Zug um Zug durch die kompatiblen Universal-LNBs ersetzt. Für den Empfang von DVB-S2 bzw. HDTV reicht jeder handelsüblicher digital taugliche LNB. Wobei für die meisten HDTV-Sender noch nicht einmal ein digital tauglicher LNB notwendig ist.

Um eine korrekte Funktionsweise bei den ständig wechselnden Umwelteinflüssen zu gewährleisten, ist die gesamte Einheit in einem gemeinsamen Wetterschutzgehäuse untergebracht. Zusätzlich gegen den Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und Temperatureinflüssen, muss sichergestellt sein, dass das Welleneintrittsfenster möglichst frei bleibt von Anhaftungen durch Schnee und Eis.